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Von der Entdeckung

älterer Mitarbeitender

Ein Debattenbuch von Franz Ebner

Über das Buch

 

Vielstimmig und gleichwohl ungehört weist die Wissenschaft seit Langem auf die Auswirkungen des demografischen Wandels hin. Nun scheint einiges in Bewegung zu kommen. Nicht aufgrund plötzlich um sich greifender tieferer Erkenntnis, sondern weil der Druck der irreversiblen demografischen Entwicklung Handeln unausweichlich macht. So hält der Staat auf der Suche nach einer finanziellen Sicherung des Sozialsystems Ausschau nach Menschen, die nicht oder nicht mehr erwerbstätig sind, aber für eine Rückkehr in Arbeit gewonnen werden sollen. Für die ältere Personengruppe interessieren sich auch die Strategen der «Fachkräfteinitiative». Schwerpunktartig auf den Zuzug ausländischer Arbeitskräfte zu setzen, das gilt nach der Debatte über die Masseneinwanderung nicht mehr als gesellschaftlich akzeptierte Politik. Im Rahmen einer Doppelstrategie heisst es deshalb: ausländische Fachpersonen ja, jedoch kombiniert mit konsequenter Ausschöpfung brachliegender Ressourcen im eigenen Land. Gemeint sind damit ältere Personen, Frauen, Migranten und niedrig Qualifizierte. So weit die Strategien der behördlichen Planer. Sie richten sich direkt oder indirekt an Arbeitgebende, Arbeitnehmende, Personalverantwortliche sowie an Institutionen der Weiterbildung. An sie wird appelliert. Sie sollen mithelfen, einen Paradigmenwechsel ohnegleichen zu gestalten. Wie gehen die Marktpartner mit den an sie gerichteten Erwartungen um? Berufliche Weiterbildung, das ist der unüberhörbare Tenor, soll die Beschäftigungsfähigkeit Älterer sichern helfen. Doch wie soll diese Weiterbildung für ein älteres Berufspublikum aussehen? Welches sind die geeigneten inhaltlichen Themenfelder? Die Beschäftigung mit dieser komplexen Materie ruft viele Fragen auf. Sie sind Ausgangs- und Orientierungspunkte für dieses Buch, das einen horizonterweiternden Einblick verschafft in ein Thema, das heute niemanden gleichgültig lassen darf. Wissenschaftliche Stimmen sind in den Text eingewoben. Zusammen mit den moderierenden Kommentaren des Autors vermitteln sie Personen, die mit Altern im Arbeitsmarkt, mit Sicherung der Beschäftigungsfähigkeit durch Weiterbildung zu tun haben, wertvolle Erkenntnisse und Anregungen für die  betriebliche Praxis.

Inhaltsverzeichnis

 

1 Editorische Notiz

 

2 Fragestellungen und Grundsätzliches

 

3 Demografischer Wandel, Arbeitsmarkt und Hauptakteure

3.1 Staat

3.2 Arbeitgeber

3.3 Personalverantwortliche

3.4 Arbeitnehmende

3.5 Bildungsanbieter

 

4 Was sich gegen den demografischen Wandel stemmt

4.1 Wann ist älter, wann alt?

4.2 Ältere Arbeitskräfte als Kostenfaktor

4.3 Menschen im mittleren Erwerbsalter: eine vergessene Generation

4.4 Beschäftigung bis zum Rentenalter und darüber hinaus

4.4.1 Die Sicht Arbeitgebender

4.4.2 Die Sicht Arbeitnehmender

 

5 Den demografischen Wandel bestehen

5.1 Vom Defizit- zum Erfolgsmodell

5.2 Von der Frühpensionierung zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit

5.3 Ältere Erwerbstätige und Rentenalter102

5.4 Ältere Erwerbstätige und Fachkräftemangel

 

6 Beschäftigungsfähigkeit und ­Weiterbildung im mittleren und ­späteren Erwerbsalter

 

7 Das Weiterbildungsgesetz

 

8 Alle reden von beruflicher Weiter­bildung für Ältere. Wer definiert die Inhalte?

 

9 Anhang

9.1 Zusammenarbeit der Sozialpartner: Das Beispiel Deutschland

9.2 Die Initiative «Zukunft Arbeitsmarkt Schweiz»

9.3 Literatur

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